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CHWNT Juni26, Malta

  • 8. Juni
  • 2 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 10. Juni



Es ist nicht mehr so einfach, Fussballzwerge platt zu machen, vor allem dann, wenn man nicht selber ein Gigant ist. Die Schweiz hat die Türkei, Nordirland und Malta in der Gruppe und angeblich den ersten Gruppenrang vor dem letzten Spiel erreicht. Warum das so ist musste man selbst herausfinden. Wenn nämlich nur die Punkte und die Tordifferenz massgeblich wären, könnte die Türkei die Schweiz theoretisch noch überholen, weil diese zwar in den Direktbegegnungen 4 Punkte geholt hat aber gegen Nordirland noch astronomisch hoch verlieren könnte während die Türkei Malta ebenso gnadenlos in die Pfanne haut. Weder im TV noch im Internet oder in den Zeitungen ist es einem Journalisten in den Sinn gekommen, uns diesbezüglich aufzuklären.


Sei es wie es wolle, wir sind offenbar zumindest in den Playoffs und können uns darüber freuen, dass die Girls im brandneuen Stadion von Lugano das beste Spiel der letzten Jahre präsentiert und das Publikum zu recht begeistert haben. Dabei sind es vor allem zwei Entwicklungen, welche mich sehr erfreut und hoffentlich nachhaltigen Charakter haben. Da ist zum ersten Mal die Tatsache, dass sie eine klar unterlegene Mannschaft nicht nur eine Halbzeit lang fast ununterbrochen dominierten und dies auch mit Toren belohnten, sondern in der zweiten Spielhälfte trotz vielen Auswechslungen genau gleich fortfuhren, wenn auch begleitet von imposantem Chancenwucher. Nur schon einen Tag später pflegten die männlichen Kollegen in den USA die von den Ladies scheinbar überwundene Krankheit im Testspiel gegen Australien munter weiter und mussten nach einer grossartigen ersten halben Stunde froh sein, nicht noch zu verlieren. Dabei ist zu erwähnen, dass die Profis auf SRF über eine Viertelstunde brauchten um zu realisieren was da vor sich ging, mon dieu.


Vor etwa einem Jahr habe ich mal eine Halbzeit lang die Fehlpässe von CHWNT gezählt: gut 40 Stück. Konzentrationsmangel im Minutentakt! Genau das Gegenteil von den Spanierinnen, welche fast nie unerzwungene Fehlzuspiele verursachen. Da haben sich die Girls von Trainer Navarro aber gewaltig verbessert, hoffentlich definitiv.


Highlights: Das Tor von Schertenleib, die jungen Wilden, auch in Abwesenheit der Supertalente Beney und Luyet, die Rückkehr von Pjubel, der Wirkungsgrad von Kamber, die Klasse von Wälti usw. Zuletzt noch ein Löblein oder Tröstlein für Livia Peng, der man ankreidete, sie sei beim Gegentor zu weit vorne gestanden. Du hast sicher die Anweisung, bei Schweizer Angriffen etwas in die meistens leere eigene Platzhälfte aufzuschliessen um allfällige Konter möglichst zu unterbinden. Jedenfalls standest du noch auf dem Fünfer als die Willis den unglaublichen Sonntagsschuss aus 30 Metern ins Lattenkreuz abfeuerte. An diesem Ehrentreffer Schuld sind aber die am Ballverlust in der Vorwärtsbewegung beteiligten Kolleginnen. Und ja, eine Anregung für Smilla Vallotto: Wie wär`s mit etwas Kopfballtraining?


WNT: Women national team


 
 
 

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